Berliner Startup Escada Technologies sorgt für Bewegung in der Agritech-Szene
Das Berliner Deep-Tech-Unternehmen Escarda Technologies bringt seine KI-gestützte Laser-Weeding-Technologie in die Serienfertigung. Mit der Übernahme durch die Berlin.Industrial.Group. (B.I.G.) schafft Escarda die Voraussetzungen für die professionelle Skalierung seiner Systeme.
Berlin, DATUM 2026 – Escarda Technologies geht den nächsten Schritt vom forschungsgetriebenen Agritech-Startup zur professionellen Wachstumseinheit. Escarda konnte seine Vision mit dem Seedinvestor vereinen. Mit der Übernahme durch die Berlin.Industrial.Group. (B.I.G.) startet Escarda in die Skalierung seiner Laser-Technologie zur chemiefreien Unkrautbekämpfung.
Escarda entwickelt seit 2019 ein System, das Unkraut ohne Herbizide beseitigt. Mithilfe von Kameratechnik und KI erkennt das System unerwünschte Beikräuter und entfernt diese gezielt mit Lasertechnologie – präzise, automatisiert und ohne chemische Mittel. Der Bedarf ist groß: In vielen Kulturen ist der Verzicht auf Herbizide bislang nur mit personalintensiver Handarbeit möglich. Gleichzeitig verschärfen regulatorische Vorgaben europaweit den Einsatz von Pestiziden.
Vom Deep-Tech-Prototyp zur Serienmaschine
Mit der Integration in die B.I.G. werden bei Escarda interdisziplinäre Teams aus den Bereichen Lasertechnologie, KI-Entwicklung, Dateninfrastruktur, Tracking-Systeme sowie eine Endmontage auf höchstem Niveau gebündelt. Die anspruchsvollen Komponenten müsse präzise zusammenspielen, um zuverlässig unter realen Feldbedingungen, bei Staub, Vibration und wechselnden Lichtverhältnissen zu arbeiten.
Ziel ist es, die Technologie auf Serienniveau zu etablieren und die Produktions- sowie Service- und KI-Kapazitäten signifikant auszubauen. Die nächste Maschinengeneration wird 2026 in den europäischen Markt eingeführt. Der Fokus liegt auf nachhaltiger und zuverlässiger Unkrautbekämpfung für professionelle landwirtschaftliche Betriebe.
Escarda positioniert sich damit als einer der technologisch führenden Anbieter im Bereich Laser-Weeding in Europa.
„Die technologische Grundlage ist gelegt. Jetzt geht es darum, Robustheit, Skalierbarkeit und Servicefähigkeit auf einem nachhaltigen Niveau zu festigen und auszubauen“, sagt Marco Climaco, seit August 2025 CEO von Escarda Technologies. „Jetzt können wir auf dem Tech Campus in Berlin mit langfristiger Perspektive skalieren. Ich freue mich, dass ich durch meine Erfahrungen in der Berliner Startup-Welt und der Industrie einen Mehrwert für Escarda bieten kann.“
Für die B.I.G. ist die Übernahme Teil ihrer langfristigen Strategie, technologiegetriebene Unternehmen zu entwickeln. „Berlin hat eine starke Startup-Szene. Wir sehen aber, dass das industrielle Umfeld für Hardware und Deep Tech-Gründer leider noch zu oft fehlt“, sagt Jan-Marc Lischka, geschäftsführender Direktor der B.I.G. Holding. „An unserem Berliner Tech Campus bauen Startups und globale Player gemeinsam an Deeptech-Lösungen; von Medtech über Energy bis hin zu Maschinenbau und Green Tech.“
Neben den B.I.G.-eigenen Ventures docken auf dem Tech Campus auch externe Hardtech-Startups an, nutzen die Infrastruktur und profitieren vom direkten Austausch vor Ort.
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Über Escarda Technologies
Escarda Technologies wurde 2019 gegründet und entwickelt ein KI-gestütztes Verfahren zur laserbasierten Unkrautbekämpfung. Die B.I.G. unterstützte von Anfang an als Minderheitsinvestorin und hält seit Februar 2026 100 Prozent. Das Escarda-Team nutzt auf dem B.I.G. Tech Campus die moderne Infrastruktur, darunter ein Laser-Applikationszentrum, und arbeitet dort eng mit Fachleuten aus Forschung und Praxis zusammen. So können die Pläne und Vorstellungen von Escarda professionell umgesetzt werden.
http://www.berlin.industrial.group/

Mit dem modularen System von Escarda können für große Flächen bis zu acht Lasereinheiten montiert werden.

Das System von Escarda integriert Lasertechnologie mit einer hochpräzisen Kamera und KI-getriebener Software. Damit ermöglicht es eine herbizidfreie Unkrautbekämpfung.